Die Tennisabteilung
Untrennbar mit der Gründung der Tennisabteilung der DJK-Großostheim sind zwei Namen verbunden: Josef Honecker, der langjährige Vorsitzende der DJK-Großostheim und stellvertretende Bürgermeister, und Edgar Mäder, der begeisterte Tennisspieler.
Die Weitsicht des einen und das sportliche Engagement des anderen führten dazu, dass sich am 20. November 1975 dreiundsechzig Personen zur Gründerversammlung der Tennisabteilung zusammen fanden.
In die Abteilungsleitung wurden gewählt: Konrad Berchtenbreiter als Abteilungsleiter, Horst Dietzer als dessen Stellvertreter, Irmgard Möschl und Marianne Keller als Schriftführerinnen und Hans Klein, Michael Hock und Monika Mayer zuständig für die Finanzen.
Die Begeisterung bei den zukünftigen Tenniscracks war so groß, dass man trotz fehlender Plätze schon mit dem Training beginnen wollte.
Als Trainer stellten sich Edgar Mäder und Josef Drobek zur Verfügung. Sie boten ab sofort kostenloses Gruppentraining in der DJK-Turnhalle an. Von diesem, Angebot wurde in den nächsten Monaten rege Gebrauch gemacht.
Der Hauptverein stellte mit Zustimmung der Kirchenverwaltung das Gelände, die im Hauptgebäude bereits vorhandenen sanitären Anlagen, und Umkleideräume zur Verfügung, war aber aufgrund seiner eigenen finanziellen Verpflichtungen nicht in der Lage, sich an der Finanzierung der Tennisplätze zu beteiligen.
Auf dem Gelände zwischen dem Ortsende von Großostheim und dem DJK-Sportzentrum plante man nun den Bau von 4 Tennisplätze; Kosten ca. 100.000,00 DM.
25 Prozent dieser Summe mussten von den Mitgliedern der Tennisabteilung aufgebracht, der Rest über ein durch Mitglieder abgesichertes Bankdarlehen finanziert werden. Eigenleistung der Mitglieder und Spenden sollte die Kosten weiter senken.
Im Frühjahr 1976 wurde mit dem Bau der ersten vier Tennisplätze begonnen.
Am 24. Juni 1976 war es dann soweit. Vier Tennisplätze wurden den Mitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und gleichzeitig erfolgte eine Einweisung in Platzpflege und Bedienung der Bewässerungsanlage. 200 Mitglieder hatte die Tennisabteilung zu diesem Zeitpunkt.

Schon in der zweiten Tennissaison konnte die Abteilung die ersten Mannschaften zur Teilnahme an den Medenspielen melden. Zwischen neun und vierzehn Mannschaften werden seitdem jährlich gemeldet.
Neben den sportlichen sollten aber auch die gesellschaftlichen Aktivitäten nicht zu kurz kommen. Der Tennisball (schwarz/weiss), erstmals 1977 veranstaltet, sollte für 10 Jahre das „Highlight" werden. Eine herausragende Dekoration der DJK-Turnhalle – Veranstaltungsort – und immer Tanzmusik der Spitzenklasse sorgten für einen stets gefüllten Ballsaal.
Wie schrieb die Presse damals: „Ein Gala-Ereignis. Der Tennisball mausert sich immer mehr zum gesellschaftlichen Höhepunkt der Faschingszeit im Bachgau ... Allgemein bewundert wurde die vorzügliche Hallendekoration, die die Mitglieder unter Anleitung von Herbert Adelmann und Toni Petermann an Wände und Decken gezaubert hatten ... Die Besucher waren sehr zufrieden ... mit dem PHILADELPHIA-QUINTETT und mit dem vom Rundfunk her bekannten Startrompeter Conny Jackel ... Ein Gala-Ereignis im Bachgau!".

1977, ein Jahr nach Eröffnung der ersten 4 Plätze, war die Mitgliederzahl von 200 auf 300 angestiegen. Ein Grund für die Verantwortlichen, über eine Erweiterung der Anlage nachzudenken. Wieder war Edgar Mäder die treibende Kraft. Unterstützung fand er auch diesmal bei Josef Honecker, dem Vorsitzenden des Hauptvereins.
Unter Leitung des Abteilungsleiters Konrad Berchtenbreiter wurden 1978, die Mitgliederzahl war auf 350 angestiegen, zwei weitere Sandplätze, ein Hartplatz und eine Ballwand gebaut.
1982 ging ein lang gehegter Wunsch der Mitglieder in Erfüllung. Unter der Bauleitung von Friedbert Ballmann, der auch den Bauplan entworfen hatte, wurde mit Errichtung der „Hütte" begonnen. Damit hatten die Blechgarage und der Unterstand ausgedient, die bisher als Schutz- und Aufenthaltsraum dienten. Die „Hütte", verfügt über Toiletten, Umkleidekabinen eine Teeküche und einen Aufenthaltsraum. Die Finanzierung war, wie auch bei dem Platzbau nur möglich, nachdem einige Mitglieder persönliche Bürgschaften übernommen hatten.

1983 erfolgte, unter Anwesenheit von viel Prominenz, die Einweihung der „Hütte"
Der 1978 gebaute Hartplatz und der Platz mit der Ballwand wurden 1984 in zwei Sandplätze umgebaut. Damit verfügte die Tennisabteilung nun über acht Sandplätze.
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Abteilung über 400 Mitglieder und zählte zu den drei größten Tennisvereinen im Raum Aschaffenburg und zu den zehn größten in Unterfranken. Den höchsten Mitgliederstand, nämlich 469, hatte die Tennisabteilung 1995.
Die großzügig geplante Anlage ermöglichte es, dass hier in den folgenden Jahren verschiedene überregionale Veranstaltungen durchgeführt wurden. Zweimal war die Tennisabteilung Ausrichter der Ausscheidungen zu den unterfränkischen Jugendmeisterschaften, dreimal waren wir Gastgeber.

Von Anbeginn stand auf Wunsch der Mitglieder die Förderung des Breitensports im Vordergrund. Freude an der Bewegung und Spaß mit anderen Menschen, sollten das Leitmotiv der Abteilung sein.
Jährlich nehmen mit großer Begeisterung und viel Elan 80 bis 110 erwachse und jugendliche Mannschaftsspieler an den Verbandsspielen (Medenrunde) teil. Dabei können wir fast jedes Jahr den Aufstieg einer oder mehrere Mannschaften in eine höhere Spielklasse feiern. Abstiege gibt es auch, die werden aber nicht so gefeiert. Abstiege gibt es auch, die werden aber nicht so gefeiert .
Die ganz großen sportlichen Erfolge blieben bisher aus, was sicher auch daran lag, dass immer wieder hoffnungsvolle Talente zu anderen Vereinen abwanderten, die aufgrund ihrer besseren Finanzkraft intensivere Trainingsmöglichkeiten bieten konnten.
Tennis ist ein „praktischer" Sport. Im Gegensatz zu den Mannschaftssportarten brauchen Sie immer nur einen Partner um spielen zu können.

Tennis ist ein „praktischer" Sport. Im Gegensatz zu den Mannschaftssportarten brauchen Sie immer nur einen Partner um spielen zu können.
Auch das Alter ist kein Hindernis, respektable Leistungen zu erbringen. Jung und Alt können gegeneinander spielen wobei der Ältere den Jüngeren oft alt aussehen lassen kann. Auch ein älterer Herr kann hier gegen eine junge Dame, zumindest auf dem Platz, noch eine gute Figur abgeben. Unser ältestes aktives Mitglied ist über achtzig Jahre, unser jüngstes vier Jahre.
Tennis ist eben - ein Sport für´s ganze Leben!
Der geneigte Leser ist herzlich eingeladen, uns allein oder – noch lieber - mit Kind und Kegel zu besuchen und an einer Schnupperstunde teilzunehmen. Bälle und Schläger werden gestellt
Bodo Thiel
Im Juni 2005
